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Campingplätze auf Rügen: Was ein Wohnmobil dort kostet

Stand: 14. August 2026

Sitzgruppe im Rimor Kilig Teilintegrierten mit Reisekarte auf dem Tisch: Reiseplanung für Rügen und Usedom
Rügen oder Usedom? Bei der Platzsuche macht die Insel einen größeren Unterschied als gedacht.

Auf Rügen kostet ein langes Wohnmobil meist genauso viel wie ein kurzes. Von zehn Plätzen, die wir im August 2026 durchgesehen haben, staffeln nur zwei nach Fahrzeuglänge, alle anderen verkaufen eine Parzellengröße oder einen Pauschalpreis. Auf Usedom ist es genau umgekehrt, dort staffeln acht von neun nach Länge. Wer mit sieben Metern unterwegs ist, fährt auf Rügen also günstiger. Der Haken liegt woanders: Im Winter hat dort fast nichts offen.

Rügen rechnet anders als Usedom

Wir haben im August 2026 zuerst neun Campingplätze auf Usedom durchgesehen und dann zehn auf Rügen, jeweils die Preisliste beim Betreiber. Dabei kam ein Unterschied heraus, mit dem wir nicht gerechnet hatten: Die beiden Inseln bilden ihre Preise nach völlig verschiedenen Systemen.

  • Auf Usedom staffeln acht von neun Plätzen nach Fahrzeuglänge, und sechs davon setzen die Preisgrenze bei sieben Metern.
  • Auf Rügen tun das nur zwei von zehn. Alle anderen verkaufen entweder eine Parzellengröße in Quadratmetern, eine Kategorie wie Small, Medium oder Large, oder sie nehmen einen Pauschalpreis unabhängig vom Fahrzeug.

Für die Reiseplanung heißt das: Auf Usedom lohnt der Blick auf die Fahrzeuglänge, weil sie über den Preis entscheidet. Auf Rügen lohnt eher die Frage nach der Parzellengröße, weil dort die Fläche gebucht wird und die Länge oft gar nicht abgefragt wird.

Woher die Angaben stammen

Alle Preise und Saisonzeiten kommen von den Seiten der Betreiber, nicht aus Campingportalen. Stand der Prüfung: 14. August 2026. Drei der dreizehn Rügener Plätze fehlen, weil ihre Preise nur im Buchungssystem, in einem PDF oder als Mitgliedertarif vorliegen und sich nicht sauber vergleichen lassen.

Die Plätze mit Flächenangabe

Wer wissen will, ob sein Fahrzeug passt, ist hier am besten aufgehoben. Diese Plätze nennen konkrete Quadratmeter:

  • Wohnmobil-Oase Rügen in Prora: Standard mit 70 Quadratmetern für 15,00 € in der Vor- und Nebensaison und 19,00 € in der Hauptsaison, XXL mit 110 Quadratmetern für 16,50 € beziehungsweise 20,50 €. Strom mit 16 Ampere kostet 5,00 €. Kinder bis 15 Jahre zahlen nichts.
  • Caravancamp „Ostseeblick“ in Dranske: parzellierte Rasenstellplätze mit 90 bis 100 Quadratmetern, Platz für 70 Fahrzeuge. Das Fahrzeug kostet 9,80 € in der Vorsaison, 10,80 € in der Zwischensaison und 17,00 € in der Hauptsaison, Strom 4,00 €. Geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober.

Beide Größen nehmen jedes gängige Reisemobil samt Vorzelt auf. Bei 110 Quadratmetern steht auch ein Auto noch daneben.

Die beiden Plätze mit Längenstaffel

Nur zwei Rügener Plätze machen die Fahrzeuglänge zur Preisfrage, und einer davon ist zugleich der interessanteste Fund der ganzen Erhebung.

  • Freizeitcamp „Am Wasser“ in Breege-Juliusruh: Wohnmobile unter sieben Metern kosten 16,90 € in der Hauptsaison, über sieben Metern 18,90 €. In der Vor- und Nachsaison sind es 12,00 beziehungsweise 13,00 €. In der Nebensaison kostet jedes Fahrzeug 10,00 €, unabhängig von der Länge. Ver- und Entsorgung ist im Preis enthalten, Strom kostet pauschal 4,50 €.
  • Campingplatz Drewoldke bei Zittkow: kennt nur die Kategorie „Wohnmobile unter 5 m“ ab 10,00 € in der Vorsaison und ab 17,00 € in der Hauptsaison. Was darüber liegt, wird nicht weiter unterschieden. Strom kostet 3,90 € am Tag.

Wer im Winter geöffnet hat

Hier dreht sich das Bild zwischen den Inseln um. Auf Usedom sind vier von neun Plätzen im Winter nutzbar, auf Rügen nur zwei von zehn.

  • Freizeitcamp „Am Wasser“ in Breege-Juliusruh ist ganzjährig geöffnet. Die Nebensaison läuft vom 1. Januar bis 1. April und vom 1. Oktober bis 1. Januar, in dieser Zeit kostet jedes Fahrzeug 10,00 €.
  • Campingplatz Drewoldke ist ebenfalls ganzjährig geöffnet, die Vorsaison umfasst Januar bis April und Oktober bis Dezember.
  • Caravancamp Dranske, Stranddörp Lobbe, Wildwood, Sund Camp Altefähr und Naturcamping Rügen schließen alle spätestens Ende Oktober.
  • Bei der Wohnmobil-Oase Prora deutet die Formulierung „Strom 16A ganzjährig“ auf durchgehenden Betrieb hin, ausdrücklich steht es aber nirgends. Vor einer Winterfahrt dort besser anrufen.

Wer im Winter an die Ostsee will, ist auf Usedom also klar besser bedient. Dort haben Dünencamp Karlshagen, Pommernland in Zinnowitz und Ostseeblick Trassenheide durchgehend offen, und die Winterpreise liegen teilweise bei weniger als der Hälfte der Hauptsaison.

Zwei Dinge, die in keinem Portalvergleich stehen

Beim Durchgehen der Preislisten sind uns zwei Punkte aufgefallen, die für die Praxis wichtiger sind als die halbe Sternebewertung.

  • Camping Prora von R. & H. Virgils liefert nur 10 Ampere Landstrom. Überall sonst in unserer Erhebung sind es 16. Wer eine Klimaanlage oder eine Elektroheizung betreibt, stößt dort an eine Grenze, die man vorher kennen sollte.
  • Die Stromabrechnung ist völlig uneinheitlich. Pauschal zwischen 3,90 € und 5,00 € bei den meisten Plätzen, nach Verbrauch mit 0,90 € pro Kilowattstunde beim Stranddörp Lobbe, komplett im Preis enthalten bei Wildwood. Bei kaltem Wetter und laufender Heizung macht das über eine Woche einen deutlichen Unterschied.

Das gilt auch für den Preisvergleich insgesamt. Wildwood Camping ruft ab 45 bis 53 € pro Nacht auf und liegt damit weit über allen anderen, hat dafür aber Strom, Duschen und WLAN im Preis. Am unteren Ende steht das Freizeitcamp „Am Wasser“ mit 10,00 € pro Fahrzeug in der Nebensaison. Vergleichen Sie deshalb immer die Gesamtnacht für Ihre Personenzahl, nicht die Stellplatzgebühr allein.

Wenn keine Größe dabeisteht

Manche Plätze verkaufen Kategorien wie Small, Medium und Large, ohne Quadratmeter oder Längen zu nennen. Dann hilft nur die direkte Frage: Wie groß ist die Parzelle, und passt ein Fahrzeug von sieben Metern dreißig darauf? Die Maße unserer Mietfahrzeuge bekommen Sie bei der Übergabe schriftlich mit, damit Sie das am Telefon zur Hand haben.

Von Gützkow sind es rund zwei Stunden nach Rügen. Sechs Wohnmobile von 5,95 bis 7,34 Metern, in der Zwischensaison ab fünf Nächten.

Zur Mietflotte

Häufige Fragen

Ist ein langes Wohnmobil auf Rügen teurer?

Meistens nicht. Von zehn geprüften Campingplätzen staffeln nur zwei nach Fahrzeuglänge, das Freizeitcamp „Am Wasser“ in Breege-Juliusruh mit der Grenze bei sieben Metern und der Campingplatz Drewoldke mit einer Kategorie unter fünf Metern. Auf den übrigen Plätzen kostet ein Sieben-Meter-Fahrzeug dasselbe wie ein kurzes.

Welcher Campingplatz auf Rügen hat die größten Stellplätze?

Konkrete Quadratmeter nennen nur zwei Plätze. Die Wohnmobil-Oase in Prora bietet Standardplätze mit 70 und XXL-Plätze mit 110 Quadratmetern. Das Caravancamp „Ostseeblick“ in Dranske hat parzellierte Rasenstellplätze mit 90 bis 100 Quadratmetern. Beide Größen nehmen jedes gängige Reisemobil samt Vorzelt.

Welche Campingplätze auf Rügen haben im Winter geöffnet?

Belegt ganzjährig geöffnet sind das Freizeitcamp „Am Wasser“ in Breege-Juliusruh und der Campingplatz Drewoldke. Die übrigen schließen spätestens Ende Oktober. Wer im Winter an die Ostsee möchte, findet auf Usedom mehr Auswahl, dort sind vier von neun Plätzen durchgehend nutzbar.

Was kostet eine Nacht auf einem Campingplatz auf Rügen?

Die Stellplatzgebühr reicht von 9,80 € in der Vorsaison bis ab 53,00 € bei Wildwood Camping. Die Spanne erklärt sich daraus, dass bei den günstigen Plätzen Personen, Strom und Duschen extra berechnet werden, während sie bei den teureren enthalten sind. Dazu kommt fast überall eine Kurtaxe.

Worauf sollte ich beim Strom achten?

Auf die Ampere-Zahl und die Abrechnungsart. Die meisten Plätze liefern 16 Ampere, Camping Prora von R. & H. Virgils nur 10. Abgerechnet wird meist pauschal zwischen 3,90 und 5,00 € pro Tag, beim Stranddörp Lobbe dagegen nach Verbrauch mit 0,90 € pro Kilowattstunde. Bei kaltem Wetter mit laufender Heizung ist das ein spürbarer Unterschied.

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